gno-derrucksack-juni2013Von good-stories.de/red. – Ein Rucksack, darüber herrscht weltweit Einigkeit, ist eine praktische Erfindung. Aber er ist nicht nur zum Wandern in den Bergen gut. Wanderrucksäcke sind etwas für verwöhnte Menschen, die ausreichend Zeit und Muße haben, um zu Fuß durch die Welt zu streifen. In anderen Ländern ist das Leben nicht so schön. Dort soll ein Rucksack den Menschen künftig Mut und Hoffnung machen: Drei junge Deutsche haben einen Rucksack erfunden, der helfen soll, Menschenleben zu retten. Der „Medizinische Rucksack“ ist ein kleines Wunderwerk. Er soll in Krisengebieten und schwierigen Regionen in aller Welt Einsatz finden und kann aus verunreinigten oder versalzenen Wasservorkommen hochreines Wasser erzeugen, er ermöglicht die Sterilisation von Operationsbesteck und Behältern nach dem deutschen Krankenhausstandard und er produziert Kälte, die man entweder für Kühlakkus oder für die wichtige trockene und kühle Lagerung von Arzneimitteln. internetadresse

Für Ärzte und medizinisches Fachpersonal ist die Erfindung ein kleines Wunder. Oft stehen sie in heißen und medizinisch unzulänglich versorgten Ländern vor Problemen, mit denen sich Kollegen in reichen Regionen nicht beschäftigen müssen. Sauberes Wasser zum Beispiel ist im Krankenhaus unerlässlich, aber nicht überall zu bekommen. Glücklich jene Länder, in denen man den Wasserhahn aufdreht und die Flüssigkeit, die entströmt, gefahrlos trinken kann! Auch die fachgerechte Lagerung von Medikamenten ist in vielen Ländern ein Problem – der neue Rucksack kann helfen, es zu lösen.

Als Beispiel für einen Absatzmarkt ihrer schlauen Erfindung führen die Jungunternehmer Afrika an. Auf dem Kontinent leben rund eine Milliarde Menschen – und 380.000 Ärzte, für 1000 Menschen sind nur 0,38 Ärzte im Einsatz. Noch schlechter ist die Situation zum Beispiel in Äthiopien, wo ein Arzt statistisch betrachtet für 33.000 Patienten zuständig ist. Besonders in ländlichen Regionen, wo es an Infrastruktur fehlt, ist die medizinische Versorgung schwierig, von sterilen Behandlungs- und OP-Bedingungen können die Ärzte oft nur träumen. Paradiesische Zustände herrschen dagegen in reichen Ländern wie Deutschland, dort kommen auf 1000 Einwohner 3,73 Ärzte.

Noch gibt es die Rucksäcke nur als Prototypen, aber wer jetzt schon einen bestellt, kann seinen Glauben an das Unternehmen bekunden – ein Rucksack kostet 4000 Euro, bezahlt wird erst, wenn sie tatsächlich auf dem Markt sind. Die Geldgeber können sich aussuchen, wo auf der Welt der Rucksack dann zum Einsatz kommen soll. Infos unter: www. rucksackspende.de

Illustration: rucksackspende.de